ERWINs Werkstatt

Das Rehmann-Museum in Laufenburg ist weit mehr als ein klassisches Ausstellungshaus: Es ist das ehemalige Atelier und die Giesserei des Bildhauers Erwin Rehmann. In dieser authentischen Umgebung werden Kunstwerke nicht nur betrachtet, sondern in ihrem Entstehungsprozess begreifbar.
Wir bieten massgeschneiderte Vermittlungsangebote für jede Gruppe – von diskursiven Führungen bis zu partizipativen Workshops. Unser Ziel ist es, haptische Erfahrungen zu ermöglichen: In der Tradition der Werkstatt laden wir Sie ein, selbst Hand anzulegen und Gesehenes mit verschiedenen Materialien gestalterisch umzusetzen.
Versteckte Geschichten – Spurensuche im Zufall
Workshop zur Ausstellung «Mo Diener - Hologramm»
Tauchen Sie ein in die Themen der Ausstellung von Mo Diener und entdecken Sie das Museum als Ort des kreativen Experimentierens. Dieser Workshop für Erwachsene verbindet experimentelles Gestalten mit einer tiefen Auseinandersetzung mit Sichtbarem, Verborgenem und den Spuren der Zeit.
Die Ausstellung von Mo Diener befasst sich mit Archiven, Archäologie, dem Sichtbaren und dem Verborgenen sowie dem Zusammenspiel von Alltag und Fantasie. Im Workshop nutzen wir diese Aspekte, um über Vielschichtigkeit nachzudenken – von Objekten, Orten und Geschichten, die weit mehr enthalten, als der erste Blick offenbart. Ganz ohne Vorkenntnisse oder kompliziertes Material entstehen hier aus zufälligen Strukturen persönliche, tiefgründige Kunstwerke.
Ein geführter Rundgang durch die aktuelle Schau macht die zentralen Themen der Künstlerin anhand konkreter Werke erlebbar und lädt zum gemeinsamen Austausch ein.
Spontane Bildentstehung (Bubble Prints): Mit eingefärbtem Seifenwasser, Tusche, Wasserfarben und Strohhalmen blasen wir Seifenblasen und „drucken“ diese auf hochwertiges Papier. Es entstehen organische, zellartige Flächen mit helleren und dunkleren Bereichen, die an mikroskopische Strukturen oder geologische Zeitschichten erinnern. Die Blasengrösse lässt sich steuern, doch wie die Blasen zerplatzen und ineinanderfliessen, bleibt dem Zufall überlassen.
Zeichnerische Erweiterung: Nach einer kurzen Trocknungsphase dienen die zufälligen Farb- und Blasenstrukturen als Fundament. Mit Finelinern, Kreide- oder Bleistiften zeichnen und ergänzen Sie gezielt in die Flächen. So entstehen eigene visuelle Erzählungen, verwandelte Formen oder versteckte Welten, die Sie im Anschluss mit nach Hause nehmen.
Lerneffekt & Inspiration
Schärfung des Blicks für Details: Die Teilnehmenden lernen, die feinen, oft übersehenen Strukturen und Details ihrer Umwelt bewusster wahrzunehmen.
Erleben von Vielschichtigkeit: Sie setzen sich spielerisch und gedanklich mit Begriffen wie Tiefenzeit, Materialität und dem Zusammenspiel von Sichtbarem und Verborgenem auseinander.
Umgang mit Zufall und Kontrolle: Im kreativen Prozess erfahren sie unmittelbar, wie man die Kontrolle abgibt (beim Platzen und Ineinanderfliessen der Seifenblasen) und den Zufall als gestalterisches Fundament nutzt.
Förderung von Ausdruckskraft und Fantasie: Die eigene Kreativität wird gestärkt, indem abstrakte, zufällige Muster gezielt durch eigene Zeichnungen und Geschichten weiterentwickelt werden.
Gegenpol: Der Workshop bietet eine bewusste, entschleunigende Auszeit vom digitalen Alltag und lässt die Transformation von Energie in Form haptisch begreifen.
Eckdaten für Ihre Buchung
- Dauer: 1.5 bis 2 Stunden (inkl. Kurzführung durch die Ausstellung)
- Teilnehmende: Ideal für Firmen-Events, Vereine oder private Gruppen ab 4 Personen.
- Kosten: 1.5 Std. inkl. Material: 250 CHF / 2 Std. inkl. Material: 300 CHF
Spuren lesen – Zukunft schreiben
Die dreiteilige Workshop-Reihe zur Geschichte und Zukunft Laufenburgs
Begleitend zur Ausstellung «Mo Diener - Hologramm» lädt das Rehmann-Museum zu einer dreiteiligen Workshop-Reihe ein, die wissenschaftliche Recherche mit künstlerischer Fiktion verbindet. Im September 2026 verwandeln wir Laufenburg in ein lebendiges Archiv. Auf zwei historischen Stadtspaziergängen schärfen wir den Blick für das Verborgene, historische Brüche und unscheinbare Spuren im Stadtraum, die im anschliessenden Schreibworkshop zum Material für eigene, spekulative Geschichten werden.
-
Archäologische Spurensuche in Laufenburg mit Benjamin Höpfer und Reto Bucher (Kantonsarchäologie Aargau): Mittwoch, 16. September, 18:00 – 19:00 Uhr
-
Der Stadtraum als vielschichtiges Archiv mit der freien Kuratorin Vera Ryser: Mittwoch, 23. September, 18:00 – 19:00 Uhr
-
Verborgene Geschichten – ein Schreibworkshop mit der Autorin und Professorin Ann Mbuti: Mittwoch, 30. September, 18:00 – 20:30 Uhr